Khaled Hosseini - Drachenläufer (A Graphic Novel)


Erscheinungsdatum: 10. September 2011
ISBN:  978-
3827010049
Autor : Khaled Hosseini
Illustratoren: Fabio Celoni & Mirka Andolfo
Verlag: Bloomsbury Berlin
Format: Taschenbuch
Seiten: 144
Zielgruppe: Leser ab 16, Graphic-Novel-Interessierte




Völlig überraschend erhält der Exil-Afghane Amir, der sich inzwischen ein Leben in San Francisco aufgebaut hat einen Anruf aus seiner Heimat , aus der er gemeinsam mit seinem Vater nach dem Einmarsch der Russen fliehen musste. Der Anruf versetzt ihn schlagartig wieder zurück in die Vergangenheit. Erinnerungen einer glücklichen Kindheit , die er gemeinsam mit seinem besten Freund Hassan (dem Sohn des Hausdieners) verbrachte, ziehen an ihm vorbei. Das die Freundschaft beider Jungen durch einen bitteren Verrat Seitens Amirs endete , der ihn seit Kindheitstagen stark belastet, ahnt zu diesem Zeitpunkt jedoch Niemand. Mit dem Anruf aus seiner Heimat ergibt sich für Amir endlich die Gelegenheit den Verrat an seinem besten Freund wieder gut zu machen. Wird Amir den  nötigen Mut finden um diese Chance zu nutzen? Was wird ihn in seinem Heimatland erwarten?



Nachdem ich bereits den Roman "Drachenläufer" gelesen, sowie die gleichnamige Verfilmung gesehen habe, und das Buch seitdem zu meinen persönlichen "Ever-Top-Ten" zählt, stand für mich fest, dass ich auch die Graphic Novel lesen muss. Bei einer Graphic Novel handelt es sich um eine Comic-Adaption eines Buches . Die Comic Adaption des Weltbekannten Buches von Khaled Hosseini ist meiner Meinung nach allerdings nichts für Jugendliche (auch wenn Graphic Novels in der Regel auch von Jugendlichen gelesen werden). Die Illustratoren beschönigen weder die tragische Gewaltszene die Hassan als Kind erlebt , noch werden die  brutalen Vergewaltigungen, Steinigungen  und Gewaltorgien, die Teil der Geschichte sind, verharmlost.  Auch dürften die politischen Gegebenheiten, die Bestandteil der Geschichte sind für Jugendliche schwer nachvollziehbar sein. Die expressiven Farben der Graphic Novel stehen im krassen Gegensatz zur Handlung. So werden nicht nur die glücklichen Momente der gemeinsam erlebten Kindheit farbenfroh dargestellt, sondern auch in den Gewaltszenen, sticht z.B. das Rot des Blutes dem Leser durch eine Ausdrucksstarke Darstellung ins Auge. Sowohl im Vergleich zum Film als auch zur Roman-Vorlage ist die Graphic Novelle naturgemäß stark verkürzt. Der Kern der Geschichte bleibt erhalten, und auch die politischen Gegebenheiten werden verständlich dargestellt. Jedoch dürfte ein Leser, der weder Film noch Romanvorlage kennt, Schwierigkeiten haben, die Geschichte bis  zur Gänze zu verstehen. Beiden Illustratoren ist es gut gelungen die Geschichte auf das wesentliche zu reduzieren und die komplexen Erzählstränge der Romanvorlage so zu kürzen, dass ein verständliches Gesamtbild entsteht.









Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul geboren. Nach dem Einmarsch der Sowjets in sein Heimatland ging Hosseinis Familie nach Amerika, wo er Medizin studierte und als Internist tätig war. Seine beiden Romane „Drachenläufer“ und „Tausend strahlende Sonnen“ wurden weltweit in über 70 Ländern publiziert und über 38 Millionen Mal verkauft. Auch die Verfilmung von „Drachenläufer“ wurde ein voller Erfolg. Heute lebt Khaled Hosseini in Kalifornien und arbeitet außerdem als Sonderbotschafter der Vereinten Nationen und ist Gründer der Khaled Hosseini Foundation, die humanitäre Hilfe in Afghanistan leistet.
Die Übertragung in die Comicform stammt von den Comiczeichnern Fabio Leloni und Mirka Andolfo, die bisher vor allem auf dem italienischen Markt publiziert haben.



Kathy Reichs - Blut vergisst nicht



Erscheinungsdatum: 30. August 2010
ISBN:  978-3896673244
Autor : Kathy Reichs
VerlagBlessing
Format: Hardcover
Seiten: 384
Zielgruppe: Leser forensischer Thriller





In Tempe Brennans neuen Fall scheint von Anfang an nichts so zu sein, wie es zunächst aussieht: Als man am Ufer eines Sees eine Leiche findet, die auf eine äußerst skurrile Art und Weise ums Leben gekommen ist ,wird diese schnell als James »Spider« Lowry  identifiziert. Doch laut einer alten Akte ist eben jener James Lowry bereits 1968 in Vietnam ums Leben gekommen. Es stellt sich nicht nur die Frage, wer statt dessen in James Lowrys Grab liegt, sondern auch, wie dieser bis zu seinem Unfalltod in See unbemerkt von der Gesellschaft ein normales Leben führen konnte. Um Licht ins Dunkel zu bringen begibt sich Tempe Brannan nach Hawaii, wo sich die  staatliche Behörde zur Auffindung vermisster US-Soldaten befindet. Als ob Tempe nicht mit dem toten US-Soldaten genug Arbeit hätte, wird sie auf Hawaii von einer Kollegin zu einem weiteren mysteriösen Todesfall zu Rate gezogen. So langsam beginnt Ihr die Arbeit über den Kopf zu wachsen, und dann gibt es auch noch die Probleme mit Ihrer Tochter, die sie eigentlich auf Hawaii angehen und lösen wollte. Dabei gerät sie völlig unbemerkt selbst in Lebensgefahr ....



Mit großen Erwartungen habe ich angefangen den 13. Fall der forensischen Anthropologin Tempe Brennan zu lesen. Da ich in der Vergangenheit schon einige Kathy Reich Bücher aus dieser Reihe gelesen hatte,  wusste ich was ich erwarten durfte. Der Plot, der zunächst vielversprechend schien, entwickelte sich leider kaum merklich weiter.Vielmehr kam es mir vor, als ob die Charaktere immer weiter und fester auf der Stelle treten. Es gab kein Vor und kein Zurück.  Kathy Reichs benutzt auch in diesem Roman wieder eine Reihe von Abkürzungen, französischen Begriffen und verliert sich in den Erklärungen von Dienststellen, Zusammenhängen und anderen Belanglosigkeiten. Auch die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Leichen waren für mich nach kurzer Zeit unverständlich und sorgten beim lesen nicht für Leselust, sondern eher für Lesefrust. Hinzu kam die fehlende Spannung und das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt, und sich nur noch um verschiedene Leichen und deren Vergangenheit dreht. Es fehlen überraschende Wendungen, sprachliche Kniffe und eine sinnvoll konzipierte Handlung.  Auch die Charaktere waren für meinen Geschmack viel zu oberflächlich gezeichnet und ließen den nötigen Tiefgang vermissen.  Daran konnte leider auch die traumhafte Kulisse Hawaiis , vor deren Hintergrund ein Großteil des Romanes spielt, nichts mehr ändern. Dies ist dann tatsächlich auch der einzige Bereich, bei dem die Autorin durch gründliche Beschreibungen hervor sticht: bei der Beschreibung der Schauplätze. Hier  verliert sie sich in Details und es entsteht der Eindruck einen Reiseführer und keinen Roman in den Händen zu halten. Zu Gute halten muss man Ihr allerdings, dass sie dem Leser einen ungewohnten Blick auf die Insel ermöglicht, und regelmäßigen Lesern Ihrer Tempe-Brennan-Reihe durch den Schauplatz eine Abwechslung von den üblichen Schauplätzen Quebec und North Carolina bietet.Auch in sprachlicher Hinsicht konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Dialoge wirken aufgesetzt und glänzen eher durch Ihre Kürze als durch Raffinesse. Mit diesem Buch ist Kathy Reichs wirklich kein Glanzstück gelungen und ich überlege ernsthaft ob ich zukünftig nochmal eines Ihrer Bücher lesen werde.








Kathy Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und lebt in Charlotte und Montreal. Vor Ihrer Laufbahn als Autorin studierte sie u.a. Archäologie und zählt heute zu nur 88 durch die American Board of Forensic Anthropology zugelassenen forensischen Anthropologen  Über Ihr Privatleben ist wenig bekannt, jedoch so viel, dass sie verheiratet ist und Kinder hat. Ihre Romane wurden bisher in über 30 Sprachen übersetzt und sind ein Garant für die Bestsellerlisten dieser Welt.
1997 erschien ihr erster Roman „ Déjà Dead“, der 1998 in Deutschland unter dem Titel „Tote lügen nicht“ veröffentlicht wurde.
2005 startete der amerikanische Fernsehsender FOX die Fernsehserie „Bones-Die Knochenjägerin“ , deren Vorlage die Romane von kathy Reichs waren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Verfilmung Ihrer Romane, vielmehr orientiert sich die Serien an einigen Motiven von Kathy Reichs Romanen.



Die 5. Welle - Rick Yancey



Erscheinungsdatum: 14. April 2014
ISBN:  978-3423093439
Autor : Rick Yancey
Verlag: Goldmann
Format: Hardcover/ 16,99€
Seiten: 480
Zielgruppe: All Age/ Fantasy-Leser ab 16




Nichts ist mehr wie es einmal war. Die Welt hat sich völlig verändert. Die Anderen haben sich der Welt bemächtigt. Mit Ihren riesigen Mutterschiff schweben Sie über der Erde und bringen Vernichtung und Tot. Über 7 Milliarden  Menschen sind den Anderen während der ersten Vier Wellen zum Opfer gefallen. Auch die 16. Jährige Cassie hat alles verloren: Ihr gewohntes Leben wird nie wieder zurückkehren, Ihre Freunde und Ihre Familie sind tot, Ihr kleiner Bruder Sam wurde von Ihnen verschleppt. 
Die erste Welle brachte Dunkelheit.
Die zweite Welle Zerstörung.
Die dritte Welle ein tödlioches Virus. 
Die vierte Welle Silencer, die Anderen.
Auf grausame und tödliche Art und Weise hat Cassie lernen müssen , dass sie Niemanden trauen darf. Nachdem nun auch noch Ihr kleiner Bruder Sam von den Anderen mitgenommen wurde ist sie komplett auf sich allein gestellt. Alles was Sie noch Besitzt passt in einen Rucksack. Auf der Flucht von den anderen wird Sie von einem Fremden Namens Evan Walker gerettet. Zwischen Hoffnung und Misstrauen schwankend entscheidet sich Cassie schließlich dafür, Evan zu vertrauen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Cassies Bruder, im Hinterkopf immer die Angst vor der 5.Welle, und der ungewissen Frage, was diese für die wenigen, noch lebenden Menschen bereit hält. Doch eine ganz andere Frage beschäftigt Cassie viel mehr: War es richtig Evan zu vertrauen...



Im Gegensatz zu vielen Anderen Lesern des Buches, hatte ich enorme Schwierigkeiten mich in das Buch hineinzuversetzen. Die ersten 200 Seiten des Buches habe ich mit wenig Elan gelesen. Hier erfährt der Leser aus Sicht der 16. Jährigen Protagonistin Cassie wie Sie die ersten Vier Wellen erlebt hat. Nachdem Ihre Mutter am "roten Tod", so die Bezeichnung für das heimtükische Virus der dritten Welle, gestorben ist, begibt sie sich gemeinsam mit Ihrem Vater und Ihrem Bruder auf die Flucht vor der fünften Welle. Mit Cassie hat Rick Yancey eine Charakterstarke Protagonistin geschaffen, die sich vor allem durch Mut, Entschlossenheit und eine ordentliche Portion Humor, den Sie trotz allem nicht verloren hat,  auszeichnet.Viel Handlung und Information für den Leser sowie wenig Spannung, ist mein Fazit für diesen Teil des Buches. 

 Wer denkt, dass die 5. Welle einzig und allein aus der Perspektive der Protagonistin erzählt wird, der irrt.  Neben Cassies Sicht als Ich-Erzählerin, erfährt der Leser im 2. Teil des Buches die Ereignisse der Gegenwart aus Sicht des jungen Ben Parrish. Dieser war vor der Ankunft der Anderen Cassies heimlicher Schwarm in der Schule. Der Schreibstil ist zwar weiterhin einfach und flüssig gehalten, jedoch nimmt die Handlung in diesem zweiten Teil für mich unglaubhafte und verwirrende Züge an: Ben Parrish wird auf einer ehemaligen Militärbasis zu einem skrupellosen Soldaten gedrillt und soll sich gemeinsam mit hunderten anderen Kindern den Anderen entgegenstellen. Auch wenn es sich bei dem Buch um einen Science-Fiktion-Roman handelt, war die Vorstellung einer Militärbasis, in der Kinder und Jugendliche zu tödlichen  Killern herangezogen werden, einfach zu absurd für mich. Die Frage, ob Ben und Cassie sich letztendlich begegnen werden, bietet zu dem Perspektivwechsel ein weiteres Spannungspotential. Abwechselnd erfährt der Leser nun aus zwei sichten, wie die Menschheit, bzw, das was von Ihr übrig geblieben ist, auf die fünfte Welle zusteuert. Die zunächst abgeklärt und hart wirkende Cassie findet sich durch die Begegnung mit dem Unbekannten Evan auf einmal in einer längst vergessenen Gefühlswelt wieder: sehr schnell entwickelt sie Gefühle und ist hin und her gerissen zwischen Vernunft und Emotionen. Ich sehe die stärken des Buches vor allem in den Figuren, die mit viel Tiefgang gezeichnet sind und eine enorme Entwicklung im Verlauf des Buches erleben. Vor allem Cassie mit Ihrem starken Charakter  ist mir dabei ans Herz gewachsen.

 Rick Yancey hat mit dem ersten Teil der Trilogie ein Buch geschrieben, welches sich zwischen Distopie und Teenie-Romanze bewegt, zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Endzeitstimmung und die Besinnung auf traditionelle Werte. Er spielt geschickt mit den Ängsten der Menschen. Leider gab es zu viele vorhersehbare Szenen, und vor allem in der ersten Hälfte des Buches zu viele Durststrecken , die sich sowohl  durch das fehlen von Spannung , als auch das fehlen einer stimmigen Handlung auszeichneten. So langsam wie das Buch begonnen hat, so schnell und überraschend endet es. Mich persönlich konnte der Auftakt der Distopie-Trilogie nicht überzeugen. Eine gute Grundidee, die leider in der Umsetzung meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.








Schon seit seiner Jugend stand für Rick Yancey fest, dass er einmal Schriftsteller werden möchte. Nach seinem Abschluss in Anglistik, arbeitet er zunächst Teilzeit als Lehrer und versuchte sich nebenbei auch als Theaterschauspieler. Schließlich arbeitete er einige Jahre beim Finanzamt. Seit 2004 widmet er sich voll und ganz dem Schreiben. Bekannt wurde er mit seiner Jugendbuchtrilogie über Alfred Kropp . Mit "Die 5. Welle" hat er nun den ersten Teil einer Schience-Fiction-Trilogie vorgelegt.



Moderne portugiesische Kurzgeschichten



Erscheinungsdatum: 1. April 1996
ISBN:  978-3423093439
Autor : Diverse
Format: Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 184
Zielgruppe: Leser von Kurzgeschichten / Portugal-Interessierte Leser


In diesem schmalen Bändchen sind 17 zeitgenössische Erzählungen portugiesischer Autoren zu finden.



Besonders gelungen finde ich die Verbindung der portugiesischen und deutschen Sprache in diesem Buch. Auf den Doppelseiten findet der Leser zunächst links immer den portugiesischen, rechts dann den deutschen Text. Von Vorteil dürfte dies vor allem für jene Leser sein, die sich bereits ein wenig mit der portugiesischen Sprache vertraut gemacht haben, aber immer noch einige Unsicherheiten aufweisen. Aber auch für Leser ohne jegliche portugiesisch-Kenntnisse ist das Buch Bestens geeignet. Die Sprache variiert im Anspruch von Kurzgeschichte zu Kurzgeschichte zwischen einfach und anspruchsvoll. Eine schöne Lektüre für einen Nachmittag am See, oder auch für Leser, die aus Zeit-Gründen keine 800 Seiten-Romane am Stück lesen können. Mit diesem schmalen Bändchen an Kurzgeschichten kommt man Portugal sowohl sprachlich als auch kulturell näher. Eine lohnende Lektüre also auch für jeden Portugal Reisenden.








Mai 2014 - Lesestatistik


Mai 2014



Und schon wieder ist ein Monat vorbei, 3 Tage haben wir vom Juni schon rum, und auch im Mai habe ich wieder fleißig gelesen, wie Ihr sehen könnt

Gelesene Bücher:

9
 
Charlotte Link - Im Tal des Fuchses
Greg Iles - 12 Stunden Angst
Graeme Simsion - Das Rosie-Projekt
Robin Gold - Die Liste der vergessenen Wünsche
Jörg Ulbert - Gleisdreieck
Patrick Ness - Mehr als das
Tana French - Grabesgrün
Moderne Portugiesische Kurzgeschichten


Seitenanzahl:

3592


Tops:

Robin Gold - Die Liste der vergessenen Wünsche


Flops:

Paula Daly - Die Schuld einer Mutter


Leider habe ich es noch nicht geschafft zu allem Rezensionen zu schreiben. Bei den Büchern, wo ich dies allerdings schon habe, gibt es wie immer eine Verlinkung.


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